Bevor du entscheidest
Was dich vielleicht noch zögern lässt
Vielleicht fragst du dich gerade: Brauche ich das wirklich? Ist meine Brand nicht eh zu klein oder zu groß dafür? Hab ich nicht noch Zeit? Berechtigte Fragen – schauen wir sie uns kurz an.
„Ich bin doch viel zu klein, um abgemahnt zu werden."
Größe schützt nicht – Sichtbarkeit ist der Trigger. Dein Onlineshop ist öffentlich sichtbar, egal ob du zehn oder zehntausend Bestellungen im Monat hast. Andreas' Laden und Johannes' Rösterei sind beides keine Konzerne.
„Welche Option brauche ich denn nun wirklich?"
Faustregel: Zähl grob deine Unterseiten – Produktseiten, Blogartikel, Landingpages. Unter 50: Option A reicht dicke. Deutlich mehr, plus laufende Ads auf mehreren Kanälen: Option B gibt dir Luft, ohne mittendrin nachkaufen zu müssen.
„Ich hab doch noch Zeit bis September."
Für die EmpCo-Frist vielleicht. Health Claims, Erfolgsversprechen, Kennzeichnung und die anderen sieben Kategorien sind aber schon heute abmahnfähig – nicht erst ab dem 27.09. Der Moskito wartet nicht auf ein Datum.
„Ist das nicht einfach eine Rechtsberatung mit Umweg?"
Nein. Der Scan ersetzt keinen Anwalt. Er ersetzt die Situation, in der du ohne jede Orientierung vor deinen eigenen Texten sitzt – und liefert dir zusätzlich eine Umformulierung, die noch verkauft, statt nur „sicher" zu klingen.
Zum Vergleich
Eine anwaltliche Erstberatung zum Thema Werberecht liegt real oft zwischen 200 und 400 Euro pro Stunde – und deckt selten mehr als drei, vier Textstellen ab. Nicht deine komplette Website, nicht deinen Instagram-Feed, nicht die Ads von letzter Woche.
Eine tatsächliche Abmahnung wird teurer: Unterlassungserklärung, Anwaltskosten, im Wiederholungsfall eine Vertragsstrafe im vierstelligen Bereich.
Und selbst ohne Abmahnung kostet die Alternative etwas, das nirgends auf einer Rechnung steht: Stunden, eher Tage, die du oder dein Team von Hand mit dem Durchforsten jeder einzelnen Seite verbringt – Zeit, die eigentlich in Produktentwicklung, Kundenservice oder einfach das Tagesgeschäft gehört. Und die Nerven, die dabei draufgehen, sind da noch nicht mal mitgerechnet.
100 oder 250 Euro für ein Kontingent, das deinen ganzen Auftritt abdeckt und sich danach von selbst um Änderungen kümmert, sind dagegen ein Klacks.